Viele Menschen entdecken die ersten Hinweise auf Ratten eher zufällig und meist spät abends.
Der erste Gedanke ist oft: Was jetzt?
In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, woran Sie einen Rattenbefall sicher erkennen, welche Unterschiede es zwischen den Rattenarten gibt und welche Risiken tatsächlich bestehen.
Ein Rattenbefall zeigt sich selten durch das Tier selbst. Ratten sind scheu und meistens nachtaktiv.
Die drei eindeutigsten Anzeichen sind typischer Kot, Nagespuren an Lebensmitteln oder Materialien sowie Geräusche in Wänden und Decken. Wenn Sie zwei oder mehr dieser Hinweise finden, sollten Sie von einem Befall ausgehen.
Rattenkot ist das sicherste Indiz. Die Form erinnert an eine kleine Banane oder einen länglichen Reis, die Farbe ist dunkelbraun bis schwarz. Kot der Wanderratte ist etwa 1,5 bis 2 Zentimeter lang, der der seltenen Hausratte nur etwa einen Zentimeter. Wirkt der Kot weich, feucht oder glänzend, ist der Befall aktiv. Harter, grauer Kot ist älter und deutet auf einen zurückliegenden oder ruhenden Befall hin.
Ratten müssen nagen, weil ihre Schneidezähne lebenslang wachsen. Nagespuren finden sich an Holz, Plastik, Kabelisolierungen, Verpackungen und sogar an weichem Metall. An viel genutzten Laufwegen hinterlassen Ratten zusätzlich fettig schmutzige Schmierspuren. Diese entstehen, weil sich Körperfett mit Staub vermischt. Sie sehen die Spuren oft an Kanten, Rohrleitungen oder in Ecken.
Rascheln, Trippeln oder Kratzen in der Nacht in Zwischendecken, Wänden oder im Dachboden ist ein typisches Zeichen. Ein strenger, ammoniakartiger Geruch in geschlossenen Räumen wie Kellern oder Schuppen kommt vom Urin der Tiere und ist ebenfalls verdächtig.
Im Außenbereich sind Erdlöcher ein klares Warnsignal. Ein Rattenloch hat einen Durchmesser von etwa 5 bis 10 Zentimetern, die Ränder sind meist glatt und planiert. Häufig liegt der Eingang in Wandnähe, unter Holzstapeln oder direkt am Fundament. Oft gibt es mehrere Eingänge, die unterirdisch miteinander verbunden sind.
Der schnellste Unterschied zur Maus ist die Größe. Eine ausgewachsene Ratte ist mit Schwanz 30 bis 40 Zentimeter lang, eine Maus nur 15 bis 20 Zentimeter. Auch der Kot unterscheidet sich deutlich. Mäusekot ist nur etwa drei bis sechs Millimeter lang und dünner. Der Rattenschwanz ist an der Wurzel dick und verjüngt sich nach hinten. Der Mäuseschwanz bleibt durchgehend dünn.
In Deutschland leben zwei Rattenarten in der Nähe des Menschen.
Welche der beiden Arten bei Ihnen ist, wirkt auf den ersten Blick zweitrangig. Für die Bekämpfung ist es aber durchaus relevant, weil die Tiere unterschiedliche Lebensräume bevorzugen.
Die Wanderratte ist mit Abstand der häufigere Fall. Sie ist kräftig gebaut, wird inklusive Schwanz bis zu 40 Zentimeter lang und wiegt zwischen 230 und 500 Gramm. Ihr Fell ist grau braun bis dunkelbraun, die Schnauze wirkt stumpf, die Ohren sind klein.
Ein typisches Erkennungsmerkmal liegt im Schwanz: Er ist kürzer als Kopf und Körper zusammen.
Wanderratten leben bodennah. Sie halten sich in Kellern auf, in der Kanalisation, unter Gartenhäusern, in Komposthaufen oder an Mülltonnen. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und können über das Abwassersystem in Häuser gelangen.
Die Hausratte ist deutlich seltener geworden. In Deutschland steht sie laut Wikipedia zur Hausratte sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Sie ist schlanker als die Wanderratte, hat eine spitze Schnauze, größere Ohren und das wichtigste Unterscheidungsmerkmal liegt wieder im Schwanz: Er ist länger als Kopf und Körper zusammen. Ihr Fell ist meist dunkler, oft schwarz grau.
Hausratten bevorzugen höher gelegene, trockene Orte. Sie leben in Dachböden, Zwischendecken und Lagerräumen. Wer im Dachbereich Rattenhinweise findet, könnte also tatsächlich die seltenere Art vor sich haben.
Wanderratten werden am Boden und in bodennahen Ködergängen bekämpft. Hausratten verlangen Köderplatzierung in der Höhe. Die falsche Strategie kostet Zeit und Geld, der Befall wächst in der Zwischenzeit weiter. Eine fachkundige Inspektion klärt die Art innerhalb weniger Minuten.
Ein kurzer Hinweis zum Tierschutz: Ratten stehen in Deutschland unter dem allgemeinen Tierschutzgesetz. Die Bekämpfung ist erlaubt, muss aber so durchgeführt werden, dass den Tieren unnötiges Leid erspart bleibt (§ 1 TierSchG). Seriöse Fachbetriebe arbeiten mit geprüften Methoden, die schnell wirken.
Über Ratten und ihre Gefährlichkeit kursieren viele Halbwahrheiten.
Die nüchterne Realität sieht so aus: Ja, Ratten können Krankheiten übertragen und Schäden verursachen. Zugleich endet längst nicht jeder Kontakt mit einer Erkrankung. Panik ist unangebracht, Handeln hingegen schon.
Die relevanteste Krankheit in Deutschland ist die Leptospirose, die auch Morbus Weil genannt wird. Sie wird durch Bakterien im Rattenurin übertragen und kann über verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder Hautkontakt mit kontaminiertem Material auf den Menschen übergehen.
Das Robert Koch-Institut führt die Leptospirose als meldepflichtige Erkrankung. In Deutschland ist sie selten, ausgeschlossen ist sie aber auch nicht. Besonders in der Landwirtschaft und in Überschwemmungsgebieten kommt sie vor.
Weitere Erreger, die Nager tragen können, sind Salmonellen, Hantaviren und verschiedene Bakterien. Auch Flöhe und Milben werden übertragen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im normalen Haushalt ist gering. Beim direkten Kontakt mit Kot, Urin oder toten Tieren sollten Sie jedoch Handschuhe und eine Atemschutzmaske tragen.
Ratten nagen ununterbrochen. Angenagte Stromkabel zählen zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Ursachen für Schwelbrände in Kellern und Dachböden. Dämmstoffe, Rohrisolierungen und auch Leichtbauplatten werden durchnagt. Im Lebensmittelbereich kontaminieren Ratten weit mehr, als sie tatsächlich fressen. Schon wenige Tiere machen ein ganzes Vorratslager unbrauchbar.
Weil Ratten sich sehr schnell vermehren, wird aus einem kleinen Problem in wenigen Wochen ein großes. Wer früh reagiert, stoppt einen Befall oft mit überschaubarem Aufwand. Wer wartet, zahlt am Ende mehr. An Material, an Zeit und an Nerven.
Einen Punkt kennen viele Hausbesitzer gar nicht:
In Niedersachsen besteht eine gesetzliche Pflicht zur Rattenbekämpfung auf privaten Grundstücken. Geregelt ist das in der Verordnung über die Rattenbekämpfung im Lande Niedersachsen vom 29.07.1977 (RattV ND).
Stellt ein Grundstückseigentümer oder Nutzer einen Rattenbefall fest, muss er selbst auf eigene Kosten für die Bekämpfung sorgen. Gelingt die Tilgung des Befalls nicht, besteht Meldepflicht an die Gemeinde. Die Gemeinde kann dann fachliche Weisungen erteilen und im Bedarfsfall Maßnahmen anordnen.
Ein weiterer Punkt: Umherliegende Materialien wie Gerümpel, Abfälle oder Kompost dürfen erst nach Abschluss der Bekämpfung entfernt werden. So stellen Sie sicher, dass die Tiere die Köder annehmen und sich erst gar keinen neuen Unterschlupf suchen.
Für Gastronomen und Lebensmittelbetriebe kommt zusätzlich die Pflicht zur Meldung an die Lebensmittelkontrolle hinzu. Wer hier untätig bleibt, riskiert Anordnungen vom Ordnungsamt, Bußgelder und im schlimmsten Fall eine Betriebsschließung.
Mit einem Fachbetrieb an Ihrer Seite erfüllen Sie diese Pflichten automatisch. Der Einsatz wird dokumentiert, die eingesetzten Mittel werden regelkonform ausgebracht und die Nachkontrolle gehört zum Service. Unsere Schädlingsbekämpfung für Unternehmen ist genau auf diese Anforderungen abgestimmt.
Bei einem ganz frühen, kleinen Befall kann ein Selbstversuch Sinn ergeben. Sobald mehr als ein oder zwei Tiere im Spiel sind, wird es in der Regel schwierig. Spätestens bei Lebensmittelbetrieben, Haushalten mit Kindern oder bei wiederkehrendem Befall führt am Fachmann kein Weg vorbei.
Schlagfallen sind die klassische mechanische Methode. Sie wirken schnell, kommen ohne Gift aus und lassen sich gut kontrollieren. Der Nachteil liegt im Verhalten der Tiere. Ratten sind schlauer als Mäuse. Neue Gegenstände in ihrem Revier werden zunächst gemieden, diese sogenannte Neophobie kann tagelang anhalten. Wer eine Schlagfalle aufstellt, muss sie tierschutzgerecht positionieren, täglich kontrollieren und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren platzieren.
Frei verkäufliche Rodentizide wirken bei korrekter Anwendung. In der Laienhand scheitern sie jedoch häufig. Die Gründe liegen in der falschen Platzierung, weil Ratten offene Flächen meiden. Dazu kommt Köderscheu durch zu starken Geruch der Plastikverpackung, falsche Wirkstoffdosierung und zunehmend Wirkstoffresistenzen in der Wanderratten-Population. Außerdem besteht ein ernst zu nehmendes Risiko für Ihre Umgebung. Kinder, Haustiere oder Wildtiere können an die Köder gelangen. Eine tote Ratte, die dann von einer Katze oder einem Greifvogel gefressen wird, löst eine Sekundärvergiftung aus.
Lebendfallen sind eine humane Option bei einzelnen Tieren, etwa wenn sich eine Ratte in den Garten verirrt hat. Bei einem echten Befall stoßen sie an ihre Grenzen, weil die gefangenen Tiere umgesiedelt werden müssten. Das ist logistisch kaum realistisch.
In folgenden Fällen sollten Sie den Selbstversuch überspringen:
In all diesen Fällen ist der Profi schneller und zugleich wirtschaftlicher. Er dämmt den Befall in der Regel in einem Arbeitsgang ein, während Eigenversuche oft über Wochen laufen. Wir bei Klaaßen arbeiten umweltschonend und setzen biozide Mittel nur dann ein, wenn es dafür einen klaren Grund gibt.
Der Ablauf einer professionellen Rattenbekämpfung folgt einem klaren Schema. So wissen Sie, was Sie erwartet, wenn wir bei Ihnen vor Ort sind.
Am Anfang steht der Besuch vor Ort. Der Techniker bestimmt die Rattenart, sucht Laufwege, Nestplätze und Eintrittspunkte. Häufig findet sich etwas, das Laien übersehen. Schmierspuren an unerwarteten Stellen zum Beispiel, oder Eintrittslöcher hinter Verkleidungen. Bei Bedarf wird ein Monitoring mit ungeköderten Boxen vorgeschaltet, um die Aktivität zu dokumentieren.
Auf Basis der Inspektion entsteht ein konkreter Plan: welche Köderstellen, welche Wirkstoffe, welche mechanischen Fallen. Geprüfte Rodentizide werden in verschlossenen Köderboxen ausgebracht. Sie liegen dort außerhalb der Reichweite von Kindern, Haustieren und Wildtieren. Unser Leitgedanke lautet: so wenig Gift wie möglich, so viel wie nötig.
Jeder Einsatz wird dokumentiert. Einsatzort, Mittel, Menge, Platzierung. Für Betriebe ist das gesetzliche Pflicht, für Privathaushalte ein Qualitätsmerkmal. Nach sieben bis vierzehn Tagen erfolgt die Nachkontrolle. Haben die Tiere den Köder angenommen? Ist der Befall getilgt? Müssen zusätzliche Eintrittspunkte verschlossen werden?
Ein seriöser Fachbetrieb entlässt Sie nach der Bekämpfung einfach aus der Tür? Das wäre zu kurz gedacht. Er erklärt Ihnen, wie der Befall entstanden ist, welche baulichen Schwachstellen behoben werden sollten und wie Sie einen Wiederbefall verhindern. Für Unternehmen bietet sich anschließend ein fortlaufendes Monitoring an.
Unsere Schädlingsbekämpfung für Privatkunden folgt diesem Ablauf konsequent. Wir fahren mit diskreten Fahrzeugen ohne auffällige Beschriftung vor, sind in der Regel innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen und blicken auf über 20 Jahre Erfahrung im nordwestdeutschen Raum zurück. Unser Familienbetrieb wurde 2002 gegründet.
Ratten kommen dorthin, wo sie Nahrung und Unterschlupf finden. Wer diese beiden Faktoren konsequent reduziert, macht sein Grundstück unattraktiv für die Tiere.
Achten Sie auf die folgenden Punkte:
Offene Biotonnen sind eine Einladung. Prüfen Sie, ob die Deckel dicht schließen und ob am Boden Lücken vorhanden sind.
Was die Kanalisation hinabfließt, ernährt Wanderratten. Offener Kompost sollte gedeckelt oder umschlossen sein.
Viele Rattenbefälle im Garten beginnen mit Vogelfutter auf dem Boden. Nutzen Sie Futtersäulen und räumen Sie übrig gebliebenes Futter abends weg.
Ratten passen durch Öffnungen ab etwa zwei Zentimetern. Prüfen Sie Kellerfenster, Lüftungsschlitze, Rohrdurchführungen und Fugen im Fundament. Kleine Lücken lassen sich mit Stahlwolle und Mörtel dauerhaft schließen.
Holzstapel direkt an der Hauswand, dichtes Gestrüpp und Gerümpel bieten Versteck- und Nistmöglichkeiten. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zur Hauswand ein.
Wer in einem landwirtschaftlich geprägten Umfeld lebt, und das trifft auf viele Haushalte in Ostfriesland und im Oldenburger Land zu, sollte regelmäßige Kontrollen in Betracht ziehen. Gerade in der Nähe von Tierhaltung, Getreidelagern oder Hofstellen ist der Druck dauerhaft erhöht.
Für Unternehmen gelten andere Regeln als für Privathaushalte. Hygieneauflagen nach HACCP, IFS-Zertifizierungen und Audits verlangen lückenlose Dokumentation. Ein unentdeckter oder schlecht dokumentierter Rattenbefall wird im Audit schnell zum Befund. Im schlimmsten Fall droht eine Betriebsuntersagung.
Diskretion ist in diesen Branchen genauso wichtig wie die fachliche Arbeit. Ein Kammerjäger, der mit beschrifteten Fahrzeugen vor einem Restaurant parkt, ist in der Sache zwar schnell. Für den Ruf des Betriebs ist er ein Problem. Wir setzen deshalb auf neutrale Fahrzeuge ohne Firmenschriftzug. Ihre Kunden und Geschäftspartner bemerken unseren Einsatz gar nicht.
Seit 2002 betreuen wir Gastronomiebetriebe, Hotels, Lagerhäuser, Behörden und landwirtschaftliche Betriebe in der Region. Dazu gehören regelmäßige Monitoring-Verträge, Dokumentation im Pestscan-System und Schulungen Ihrer Mitarbeiter zur Schädlingsvorsorge.
Ein Rattenbefall ist unangenehm, zugleich ist er beherrschbar.
Die vier wichtigsten Punkte zum Abschluss:
Sind Sie unsicher, ob das, was Sie beobachten, tatsächlich ein Rattenbefall ist oder wie schwerwiegend er ausfällt?
Dann ist unsere kostenlose telefonische Erstberatung ein guter erster Schritt.
Unsere Schädlingsbekämpfer schätzen die Situation gemeinsam mit Ihnen ein und helfen Ihnen direkt weiter.
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